
Dieser Typ ist einfach umwerfend: Blitzschnell verwandelt er sich vom senegalesischen Lederwarenverkäufer zum Randgruppen-Jugendlichen, vom Oberbayern zum Rheinländer. Bei so viel Begabung musste aus dem Berliner Streifenpolizisten Topal einfach ein Kabarettist und Comedian werden.Wegen seiner steilen Karriere auf den Kleinkunstbühnen und in den Comedy-Shows des Fernsehens ist er einstweilen vom Polizeidienst in Berlin beurlaubt. Als er im Februar in Scherzheim zum ersten Mal auftrat, schloss ihn die Hoftheater-Familie gleich in ihr Herz.
In seinem Programm „Getürkte Fälle – ein Cop packt aus”œ berichtet er uns von seinem Leben und seiner erlebnisreichen Arbeit als Polizist in den sozialen Brennpunkten Berlins mit all ihren Kuriositäten. Mit enormer körperlicher Präsenz und sprachlicher Wandlungsfähigkeit schlüpft er in zahlreiche Typen und Figuren, wie sie ihm tagtäglich vor Ort begegnen und erzählt so Geschichten, die tatsächlich das Leben schrieb.
Egal ob Murat Topal als Möchtegern-Hip-Hopper ein straßentaugliches und glaubwürdiges Gangsterimage sucht, als türkischer Gemüsehändler Üsküdar eigenwillige Geschäfte tätigt, sich als sadistischer Ausbilder oder Ur-Berliner mit passender Schnauze präsentiert: er findet treffsicher die Komik dieser Typen und bringt sein Publikum zum Lachen ohne die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben. Eigentlich ein Glücksfall, dieser Murat Topal, denn seine Biografie gibt ihm auch die Kompetenz, zwischen den Sprachen und Kulturen zu vermitteln. Durch seine Augen betrachtet können wir uns in einem anderen Licht sehen und dazulernen. Wenn Integration so läuft, ist sie schon fast ein Modellfall. Auch für Murat. Sein persönlicher Glücksfall heißt Amelie und ischt ein Schwabemädle aus Heilbronn!
Die von Murat präsentierte Mischung aus pointiertem Witz und liebevollem Blick auf all die absonderlichen Typen der Gattung Mensch, macht sein Programm zu etwas ganz Besonderem.
von Hoftheater Scherzheim
(Foto: MuratTopal.de)
Aufgewachsen ist Ottfried Fischer auf dem Bauernhof seines Vaters Werner Fischer, einem gebürtigen Westfalen, der die Bayerin Maria Wagner geheiratet hatte und in Bayern heimisch wurde. Fischer besuchte bis zum Abitur das Maristengymnasium in Fürstenzell bei Passau. Ursprünglich sollte er nach dem Willen seines Vaters Rechtsanwalt werden. Doch nach wenigen Semestern brach er sein Rechtswissenschafts-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab und gründete mit einigen Freunden 1980 das Münchner Hinterhoftheater. Dort wirkte er als Kabarettist und Schauspieler.
(Foto: Pressefoto)
Einmal im Monat gibt es die Sprechstunde bei “Neues aus der Anstalt”, heute wieder um 22.15 Uhr im ZDF.
Hier wird in einem Zustand zwischen politischer und psychischer Verstörtheit über den Zustand des Landes und seiner Mächtigen gewettert, geklagt, gelacht. Hier werden die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des Monats satirisch-bissig aufs Korn genommen. Zu einem satirisch-therapeutischen Kurzaufenthalt sind diesmal Piet Klocke , Erwin Pelzig und Sebastian Krämer zu Gast. (Quelle: ZDF.de)
Falls man heute sich nicht die Sendung anschauen kann, hat das ZDF einen guten VoD-Service eingerichtet, wo man sich alle Sendungen noch mal in voller Länge anschauen kann.
Unser TV-Tipp: Neues aus der Anstalt, ZDF 22.15 – 23.00 Uhr

Volker Pispers zählt zweifelsohne zu den wortgewaltigsten deutschen Kabarettisten. Mit bestechendem Wortwitz entlarvt er die leeren Parolen der Politikerklasse, indem er sie konsequent bis zum bitteren Ende denkt und sie den Mächtigen lustvoll um die Ohren. Seine knallharten und oft makabren Schlüsse garniert er so liebevoll mit seiner brillianten Mimik und Gestik, daß dem Zuschauer höchst amüsiert und lachend die Absurdität des herrschenden Wahnsinns klar wird.
Quelle: Kabarettlive.de
Volker Pispers wurde 1958 in Rheydt geboren. Nach dem Abitur folgte ein Studium der Anglistik, Kath. Theologie und Pädagogik in Bonn und Münster. Darauf lebte ein Jahr in England als “assistant teacher”. In Münster schloß er sich verschiedenen studentischen Theatergruppen an und wurde Ensemblemitglied eines Kindertheaters bei den Kammerspielen Hamm. Seinen ersten Soloauftritt als Kabarettist absolvierte Volkers Pispers 1982 beim Kleinkunstfestival der MZ Halle Münsterland. Im Jahr darauf folgte sein erstes Soloprogramm „Kabarette sich, wer kann”œ. Sein Studium schloß er mit dem 1. Staatsexamen für das Lehramt ab und bestritt anschließend mit Kindertheater, Kabarett und Englischunterricht seinen Lebensunterhalt. Nach einem Engagement als Schauspieler am Wolfgang- Borchert-Theater in Münster konzentrierte er sich ganz aufs Kabarett und wird „Freier Kabarettist”œ. 1988 erhielt er den Gladbecker Satirepreis 1988 und 1989 den Förderpreis des großen Kulturpreises NRW. 1990 wurde Volker Pispers Autor, Ensemblemitglied und Künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Kom(m)ödchens, das er ein Jahr später wieder verlässt. Als kabarettistischen Ritterschlag erhielt er 1996 den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett gefolgt von vielen anderen Auszeichnungen. Seit März 2000 produziert Volker Pispers eine wöchentliche Glosse für den WDR. Seit Herbst 1998 moderiert er als Gastgeber das Satirefest des SFB. Zu Gast ist er häufig im Scheibenwischer, den Mitternachtsspitzen und vielen anderen Kabarettsendungen.
(Foto: Volker-Pispers.de)
Stephan Bauer tourt schon seit mehr als 10 Jahren erfolgreich durch Deutschland und das deutschsprachige Ausland, wobei er bei seinen Live-Auftritten außer einem Stuhl und einem Tisch keinerlei Requisiten oder Verkleidungen benutzt.
Er selbst schreibt sie auf seiner Webseite wie folgt:
Geboren am 1. Dezember 1968 in Stade an der Elbe. Meine Kindheit war echt hart: Ich musste mir meinen Babybrei mit „Nacktputzen”œ verdienen.
Braungebrannt habe ich schon mit 4 Jahren die Puppen ins Hotel abgeschleppt. Auf der Konsole seht ihr den Kulturbeutel, den sich Oliver Kahn von mir abgeschaut hat.
Mein Einstieg ins Künstlerfach. Gründung der Artistengruppe “Los Intellektuellos”, die sich auf das Turnen mit Büchern, Tafeln sowie Rhythmische Sportgymnastik mit Schreibgeräten spezialisiert hatte. Hier komme ich nach gestrecktem Gienger-Salto in der Tafel zum Stehen.
Meine ersten Showerfahrungen vor großem Publikum als Ministrant. Experimente, die langweilige Kutte durch coole Sticker und Aufnäher aufzulockern, wurden aber vom Bischof verboten. (“Ministranten stehen nicht im Zentrum der christlichen Heilslehre”)
Langsame Emanzipation vom Elternhaus. Mein erstes selbstgekochtes Gericht: Dosenspargel (3. Wahl) gekocht.
Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeit als Jazz-Gitarrist mit dem Ziel möglichst komplizierte Griffe zu lernen. Hier ein F-Dur maj7 sus 4 (Klingt scheiße aber interessant).
Hier eine seltene Aufnahme unseres Avantgarde-Theater-Ensemble mit dem wir den letzten Platz bei einem Theaterwettbeweb gewonnen haben. In unserer sehr modernen Interpretation des Faust spielte ich den transsexuellen Mephisto, der versucht, abgehalfterten Bauarbeitern (“das Böse”) die schönen Musen (“das Gute”) nahezubringen. Am Ende sind alle tot.
Danach bewarb ich mich an der Hamburger Staatsoper für die Hauptrolle in Verdis “La Traviata”. Hier beim Foto-Shooting. Ich fiel aber beim Vorsingen durch. “Horch was kommt von drinnen raus”. Hätte vielleicht vorher Gesangsstunden nehmen sollen.
1991: Erster Kontakt mit weichen Drogen und Schulterpolstern.
Verhaftung bei der Polizei mit Alkoholtest: “Fassen Sie mal mit dem Finger auf die Nasenspitze”.
Rutschte tief in den Schlamassel. Hier mein Vorstellungsgespräch bei den Anonymen Alkoholikern.
Dann harter Entzug. Halluzinationen. So sieht man die Welt, wenn man versucht, von Bier und Hasch loszukommen.
Nach der Pressekritik zur Premiere meines ersten Kabarettprogramms (“schlecht, unsäglich, obszön…”) Zum ersten Mal wußte ich, wie sich Uwe Barschel fühlte, als er von der Öffentlichkeit nicht mehr geliebt wurde.
Wegen der Unsicherheit des Künstlerberufs habe ich früh eine zweite Existenz aufgebaut – als Testesser von Wienerwald-Hähnchen. Im Moment übe ich diesen Beruf nur eingeschränkt aus. Wegen vieler Auftritte und Vogelgrippe.
Quelle: StephanBauer-Kabarett.de
Auf der Bühne: ein Tisch, ein Stuhl, ein Mann, das reicht. Bereits nach wenigen Sekunden brodelt´s, danach kocht der Saal – zwei Stunden lang. Die Comedy-Profis in den Medienredaktionen sind längst große STEPHAN BAUER – Fans, dies beweisen seine unzähligen TV-Auftritte in den letzten beiden Jahren, wie z.B. in 7Tage / 7Köpfe, Quatsch-Comedy-Club, Ottis Schlachthof, Harald Schmidt, Mitternachtsspitzen, TV Total u.a. Inzwischen entdeckt ihn langsam auch das etwas trägere Massenpublikum. Es hat sich herumgesprochen, dass Stephan Bauer ein Muss für alle ist, die auf intelligenten Humor mit Ablachgarantie stehen.
STEPHAN BAUERs neues Programm “Die Nächste bitte!” schildert auf unverschämt amüsante Weise die Leiden eines eher melancholischen Genussmenschen an der vom Jugend- und Fitnesswahn besessenen heutigen “Spaß”gesellschaft. Kann einer eigentlich noch in Ruhe ein Glas Wein trinken, ohne dass ein zweiter sofort über dessen “straffen Tanningehalt” salbadert? Und kann einer nach eigenem Geschmack kochen und schlemmen ohne unverzüglich von aufgeregt gackernden eitlen Fernsehköchen gastronomisch belästigt zu werden?
Wo die manischen Selbstverwirklicher hektisch losrennen macht Bauer lieber mal einen Punkt: “Wieso soll man in 3 1/2 Stunden 42 Kilometer laufen, wenn man in derselben Zeit nach Lissabon fliegen kann?”
Eigentlich will STEPHAN BAUER – wie wir alle – nur eins: Privates Glück, doch seine Frau ist ausgezogen, lebt wegen seiner Schwächen beim Vorspiel jetzt mit einem Rechtsanwalt zusammen. Ihm dagegen bleiben Existenzsorgen, Single-Parties und ungespültes Geschirr. Wär aber alles halb so schlimm, gäbe es nicht noch eine Mutter, die regelmäßig selbstgemachte Marmelade vorbeibringt.
Eine neue Frau muss her, das ist klar, doch trotz modischer Hüfthose und regelmäßiger Friseurbesuche hagelt es nur Absagen. Offensichtlich ist in diesem Land kein Platz mehr für die Liebe, weil alle nur noch mit Sex beschäftigt sind. Es heißt zwar, dass es für jeden irgendwo auf der Welt irgendwen gibt, aber langsam setzt sich bei STEPHAN BAUER die Erkenntnis durch, dass sein Gegenüber wohl bei der Geburt gestorben ist.
Quelle: StephanBauer-Kabarett.de
(Foto: StephanBauer-Kabarett.de)
Köln. Richard Rogler, Gastgeber in der SR-Kabarettreihe “Roglers rasendes Kabarett – Deutschlandatire” im SR-Fernsehen, Scheibenwischer-Kabarettist in Das Erste und polternder Analyst der deutschen Befindlichkeiten mit starkem Hang zur schonungslosen Offenlegung politischer und gesellschaftlicher Missstände, erobert mit der “Deutschlandsatire” jetzt auch die Herzen und Hirne schlafloser ARD-Zuschauer. In sechs Folgen präsentiert er dienstags ab 0 Uhr 20 die besten deutschsprachige Kabarettisten mit ihren Programmen. In jeder Sendung mit dabei: Alfons, der Meister der unfreiwillig absurden Fragen und Großmeister der noch absurderen Antworten. Am 04.06. begrüßte Rogler in seiner ersten ARD-Sendung Anna-Maria Scholz alias Annamateur, Stefan Jürgens und Stephan Bauer.
Quelle: burgtheater.de
Ich bin Dennis und bekenne mich als Kabarett-FANatiker und so kam ich zum Schluss auch darüber zu bloggen. Der beste Ort für sowas ist natürlich ein Blog über Kabarett. So bin ich hier gelandet. Aber nun mehr über mich, ich bin Dennis “GIGALinux” Morhardt, Schüler und komme aus Salzgitter (Aus der Mitte Deutschlands, zwischen Braunschweig und Hannover). Was sollte man noch über mich wissen, ich mache Webdesign und Web 2.0 Projekte. Meine Aufgabe wird hier ein TV-Guide für Kaberett sein, dazu aber bald mehr
. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit.
Mathias Tretter wurde 1972 in Würzburg geboren. Nach dem Abitur studierte er Anglistik und Germanistik in Würzburg, Edinburgh und Heidelberg. In der Pflegebrigade des Arbeiter-Samariter-Bundes (15 Monate Ersatzdienst) entstanden erste kabarettistische Texte. Während des Studiums folgten erste Auftritte bei der Würzburger Comedy-Lounge im Theater Chambinzky.
Zwischendurch gab er an der Dolmetscherschule in Würzburg Abendkurse, war Mitherausgeber des Literaturmagazins FISCH und arbeitete als freier Literaturkritiker (u.a. für die SonntagsZeitung, Zürich und das Literaturmagazin Titel, Karlsruhe). In der Würzburger Kneipe “standard” war er Veranstalter und Moderator von Poetry-Slams und Hörspiel-Abenden.
Nach seinem abgeschlossenen Germanistik Studium widmet sich der junge Würzburger Spitzenspötter nun ganz dem Kabarett.
(Foto: Pressefoto)
Sehr schöne Folge von Badesalz: