
“Dem sollte man beide Ohren leihen…Man spürt einen Muff, als säße man bei Nachbars im teigigen Sofa, wo die Blähungen von 100 Jahren Vorurteil, Chauvinismus und Eheelend hängengeblieben sind.” - Süddeutsche Zeitung
“Miller schreckt vor nichts zurück, trifft präzise ins Nervenzentrum und spielt sich so voran auf dem Weg zum Kabarettisten-Olymp.” - Frankfurter Rundschau
Rolf Miller ist am 21. April 1967 in Walldürn geboren und studierte nach dem Abitur Verwaltungsrecht. Nach diversen Beschäftigungen kam 1994 der Durchbruch, durch die beiden Auszeichnungen Scharfrichterbeil und Kleinkunstpreis Baden-Württemberg. Ähnlich wie der schwäbische Kabarettist Uli Keuler tritt Rolf Miller stets allein und ohne Requisiten auf. Millers Vorbild ist Gerhard Polt, wobei ihn vor allem dessen Überspitzung des Kleinbürgermilieus reizt. Er betont jedoch, dass er sich hüte, Polt zu imitieren. Sein Programm lässt sich durch Zitate von Karl Kraus „Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken“ oder von Ottfried Fischer „Er weiß nicht was er sagt, aber er meint es so“ beschreiben. Seine absurden Geschichten enden mitten im Satz, wobei Miller gleich noch einen drauflegt und die Gedankenlosigkeit weiterspinnt.
(Foto: Pressefoto)
Am 22. Mai 2008 um 10:03 Uhr
“Er betont jedoch, dass er sich hüte, Polt zu imitieren”
stimmt nicht. Habe gestern sein Stück “Fiffi” gesehen. Wenn man Gerhard Polts “Attacke auf Geistesmensch” kennt, ist man enttäuscht wie viel davon wörtlich abgekupfert ist.