Das Kabarettportal von Kevin Hausen

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Georg Schramm

180px-Georg schramm

„Was Schramm seinem Publikum hier auftischt, ist so ziemlich das radikalste, aber in seinem argumentativen Aufbau auch brillanteste, das gegenwärtig im politisch motivierten Kabarett zu durchlachen und zu durchleiden ist.“ | Berliner Morgenpost

„Georg Schramm, der große Moralist und Humanist, gibt dem Kabarett zurück, was ihm die Comedy gestohlen hat: Brennende Relevanz.“ | Die Welt

Biographie

Nach dem Abitur verpflichtete sich Schramm als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. An der Heeresoffiziersschule fiel er wegen „charakterlicher Nichteignung“ durch, verließ die Armee als Offizier der Reserve und studierte Psychologie in Bochum. Schramm arbeitete von 1976 bis 1988 als Psychologe in einer Reha-Klinik am Bodensee. Seit 1992 ist er hauptberuflich Kabarettist.

Schramm zeigt politisches Kabarett. In seinen polemischen Texten kritisiert er häufig den Zeitgeist, indem er diesen mit den klassischen Bildungsidealen konfrontiert. Die Grenze zwischen Spaß und Ernst wird dabei oft von ihm verwischt.

Seine Figuren sind unter anderen der vom langen Militärdienst gezeichnete Oberstleutnant Sanftleben, der einarmige Preuße Lothar Dombrowski und der mental in einer vergangenen Zeit lebende hessische Sozialdemokrat August.

Schramm trat von 2000 bis 2006 als ständiger Gast in der Fernsehsendung Scheibenwischer (Das Erste) auf, die er seit 2003 mit leitete. Am 24. April 2006 kündigte er nach konzeptionellen und persönlichen Differenzen mit Mathias Richling und Bruno Jonas seinen Ausstieg aus der Sendereihe an. Seine Nachfolge übernahm am 29. Juni 2006 der Kabarettist Richard Rogler.

Schramm wurde ab Januar 2007 vom ZDF für eine neue Kabarett-Reihe mit vorerst zehn Folgen unter dem Titel „Neues aus der Anstalt“ engagiert. Einmal im Monat betreibt er zusammen mit seinem Kollegen Urban Priol politisches Kabarett aus der Sicht einer psychiatrischen Tagesklinik.

Er lebt im Markgräflerland und ist Vater zweier Töchter.

Preise und Auszeichnungen

  • 2005: Ehrenpreis Tegtmeiers Erben
  • 2005: Schweizer Kabarett-Preis Cornichon der Oltner Kabarett-Tage
  • 2001: Gaul von Niedersachsen (auch Gaul von Hannover)
  • 2001: Stern des Jahres der Münchener Abendzeitung in der Sparte Kabarett.
  • 1999: Deutschen Kabarett-Preis
  • 1994: Leipziger Löwenzahn
  • 1991: Deutschen Kleinkunstpreis
  • 1990: Salzburger Stier

Programme

  • 2005: Thomas Bernhard hätte geschossen (Regier: Rainer Pause)
  • 2001: Mephistos Faust
  • 1985: Solche Männer hat das Land
  • 1985: Dein Platz an der Sonne
  • 1985: Schlachtenbummler
  • 1985: Ans Eingemachte - Best of

Homepage

www.Goerg-Schramm.de

(Foto: Pressefoto)

3 Reaktionen zu “Georg Schramm”

  1. Elpida Laios

    auch, wenn ich es super eilig habe und momentan keinen geistreichen kommentar zu senden in der lage bin:
    ich liebe diesen mann und seinen habitus!
    er ist geistreich, empathisch, engagiert, zivilcouragiert und vieles mehr.
    er geht den dingen auf den grund, wo andere lediglich sanft drübertätscheln, er ist unbequem und alles andere als ein inkonsequenter opportunist!
    JEDES MAL, wenn ich erfahre, daß herr schramm einen auftritt hat, ob im tv oder in irgendeiner buchhandlung, müssen meine verabredungen drunter leiden, da ich diese ohne kompromisse absage!
    und daß hat bei mir schon was zu bedeuten:)
    eine wunderschönen wochenanfang!

  2. Peter W.

    Georg Schramm, brilliant und treffend.
    Er findet die Worte um eines der wichtigsten Sprachrohre der Bevölkerung zu sein, die von unseren Politiker längst nicht mehr angesprochen werden.
    Menschen wie er sind es, die unser Land prägen sollten, nicht die Unfähigen, die sich durch Gefälligkeiten bei der Wirtschaft für ihre Ämter empfohlen haben und durch Verneblungstaktik den Urnenpöbel zur Stimmabgabe manipulieren, um sich selbst ausplündern zu lassen und Politik und Wirtschaft bei der schamlosen Bereicherung zu unterstützen.
    Wenn Schramm spricht müssen immer wir gut zuhören.

  3. Lutter

    Ein Hoch auf Schramm! Einer der wenigen Figuren, die in unserer unseligen Medienlandschaft noch von Moral und Anstand reden können, ohne daß der Zuseher einen Lachkrampf erleidet.
    Wenn er, dem Donnergott gleich, mit seinem alten Stock, drohend Richtung Publikum poltert, sollte die ganze Nation verpflichtet sein, ihm zuzuhören. Einer, der Farbe bekennt, das Kind beim Namen nennt und den Finger da hin legt, wo’s weh tut.
    Die letzte Bastion gegen Lüge, Korruption und Unmoral in einer Gesellschaft, die sich so langsam aufzulösen beginnt.
    Die Ernsthaftigkeit seiner Reden und die Brisanz der Dinge, machen ihn schon fast zum Propheten der neuen Zeit.
    Georg Schramm ist schlichtweg genial!!

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