Laut der Umfrage eines großen deutschen Nachrichtenmagazins gehört
er nicht zu den zehn erotischsten Männern Deutschlands – aber kann auch mit dem elften Platz gut leben. Wer so denkt dürfte nicht viele Probleme haben. Olaf Schubert hat auch nur eins – jedoch ein großes – die Welt an sich! Deshalb versucht er die Welt zu verändern, umzuformen.
„Meinetwegen kann sie rund bleiben ”¦” sagt er, doch abgesehen davon herrscht Handlungsbedarf.
Und tatsächlich – die Welt ist schlecht – aber zu erleben, wie Olaf sich ihrer annimmt, macht sie schon ein ganzes Stück erträglicher. Das ist nicht wenig und nicht wenig hat Olaf uns zu sagen. Es wäre ihm ein Leichtes zwei Stunden Missstände anzuprangern, doch dazu fehlt ihm die Zeit. Er muss ja auch noch singen. Lieder über Sozialabbau, Erotik
und Stabhochsprung. Die Kraft seines Gesangs, potenziert durch die metaphysische Wirkung seines Rhombenpollunders, macht selbst Hartgesottene betroffen.
Wer also einen Abend erwartet mit bissig-kritischen und ironisch-sarkastischen Verbal-Hochseilakten voller Tiefsinn, gespickt mit einem gnadenlos rasanten Pointenmarathon bis zum völligen Lachmatt, dargeboten von einem listig Falltüren öffnenden Wortspielphilosophen,
ist bei Schubert genau falsch.
Er ist alles und nichts von dem, sowie in jedem Falle anders.
Da bleibt es sich gleich, wie Freund und Feind ihn nennen – Wunder im Pollunder, Vergewaltiger des Bösen, Verteiler des Richtigen, einsamer Mahner oder gar singende Gesichtsfünf aus Dresden. Fast alle die ihn gesehen und erlebt haben, sagen einfach: Danke Olaf!
Wäre Olaf Schubert ein Keks, könnte man sagen, er sei mürbe.
(Uta Mehl)
Olaf Schubert ist außerdem Schlagzeuger bei Dekadance und Die Rockys.
(Foto: Bernhard-Theater.ch)
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Eigentlich regt sich jeder über die Bahn auf. Proppenvollen Züge, ewige Verspätungen, der
nächste Streik. Sven Nagel allerdings hat seinen ganz persönlichen Ärger mit der Bahn. Er hat
den WC-Aufkleber, man solle das stille Örtchen doch so verlassen, wie man es selbst
vorfinden möchte, zu wörtlich genommen. Nachdem er schick tapeziert und Laminat verlegt
hat, muss er jetzt alles wieder rausreißen. Frustriert ist er dennoch nicht. Schließlich heißt sein
aktuelles Bühnensolo ja auch “Das Leben nicht persönlich nehmen”.
Der 37-Jährige ist schon seit 1992 in der Kleinkunstbranche umtriebig. Erst mit dem
Kabarettduo “Die Handwerker”, dann als Autor und Schauspieler diverser Fernseh-Formate
wie “Die Wochenshow” oder “Freitag Nacht News” und seit Anfang 2007 ist er regelmäßig in
der TV-Show “Kargar trifft den Nagel” zu sehen. Dennoch strahlt der Comedian live im
FritzClub einen derart unverbrauchten Lausbubencharme aus, dass man seinen skurrilen
Geschichten prompt mit Leib und Zwerchfell verfällt.
(Berliner Morgenpost)
(Foto: SvenNagel.de)

“Er führt Boshaftigkeiten im Munde, setzt die Pointen
messerscharf und treffend. Ein Abend mit Christoph Sieber ist Kabarett, wie es sein soll: Der Künstler verwandelt seine Kritik am Zustand der Welt in eine szenische Achterbahnfahrt aus brillanter Sprache und Gestik.”
Münchner Merkur
“Siebers sonore Stimme klingt ein wenig nach Ingo Appelt, sein Mundwerk und seine bewegliche Zunge sehen ein bisschen nach „Maddin”œ aus (aber viel schöner) und seine physische und geistige Präsenz erinnern an Bayern Kabarettist-Comedian Michael Mittermeier.Mit ihm gemein hat er auch den scharfen Wortwitz und den politischen Durchblick, doch ansonsten ist Christoph Sieber vor allem eines: er selbst. Prima, alle auf einmal zum Preis von einem.”
Rhein-Neckar-Zeitung (nip) 8.8.06
„Der Mann hat vieles: Silber im Blick, Munition im Mund und Gummi in den Beinen. Tanz, Akrobatik, Jonglage, die Besucher seines Programms glaubten sich mitunter eher im GOP als im voll besetzen TAK.”„Doch allen Parodien und Persiflagen und Purzelbäumen zum Trotz: Der Absolvent der Essener Folkwang-Schule ist ein guter Comedian, aber ein besserer Kabarettist.”œ
Hannoversche Allgemeine Zeitung
1970:
Überraschend für alle: Geburt als Sohn meiner Eltern an einem trüben Januartag zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr.
Wachse in einem kleinen süddeutschen Kaff auf,
wo wir schon bald Fernsehen und fließend Wasser bekommen.
1989:
Die Flower Power Bewegung erreicht Süddeutschland,
unser Dorf bekommt eine Kanalisation.
Diverse bedeutende Nebenrollen in Schulaufführungen,
Anti-Atomkraft-Demos und pädagogisch sinnvollen Saufgelagen.
Abi mit 1,9 (Promille) bestanden.
1990:
Tournee mit dem Straßencircus „Lila Karotte”œ durchs europäische Umland, Straßenauftritte als Clown, Pantomime, Jongleur und Trickdieb.
Verbringe eine Nacht in einer österreichischen Gefängniszelle – Beitritt bei Amnesty International.
1991:
Aufnahme an die renommierte Folkwang Hochschule Essen. Studiere vier Jahre Pantomime. Ausbildung in Schauspiel, Mime, Akrobatik, Fechten und Skateboardfahren.
Schlimm: Alle Pantomimen schweigen, ich nicht!
1992:
Arbeit mit Pinok und Matho am „ Teatre du Mouvement”œ in Paris.
Ich lerne Paris von seiner schönsten Seite kennen:
Sie heißt AmËlie und ist Filmschauspielerin.
1994:
Stipendium der Stadt Unna als Schauspieler im Rahmen der Theatrale ´94.
Spiele die Hauptrolle in „Die letzten Tage der Menschheit”œ.
Meine Mitspielerin verliebt sich unsterblich in mich.
Leider ist sie ein Esel, sagt aber zu allem ja.
1995:
Trenne mich vom Esel
1996:
Rudi Carrell ruft an. Ich glaube ihm nicht und komme
deshalb auch nicht in seine Sendung.
1998:
Erfolge als Circusclown, Rollschuhläufer und Feuerschlucker.
Erste Kabarettauftritte vor erlesenem Publikum.
2002:
Merke, dass es doch Rudi war, der anrief, und
trete in seiner Sendung „7Tage-7Köpfe”œ auf.
2003:
Spiele im Kinofilm „Stockflame”œ. Die Dreharbeiten im Dezember
sind wahnsinnig interessant, aber ich friere mir den Hintern ab,
weil ich meine langen Unterhosen vergessen habe und fast alle
Szenen im Freien spielen.
2004:
Besteige den Kilimandscharo. Ebenfalls kalt da.
2005:
Wieder ein Jahr rum”¦
2006:
Bundesweit Hotelbetten getestet, diverse Tage im Stau gestanden und viele erfolgreiche, schöne Stunden in Künstlergarderoben verbracht.
2007:
Wäsche gewaschen, Kaffee gekocht, CD herausgebracht.
Bin stolz darauf! Vor allem der Kaffee ist lecker geworden.
2008:
Wieder ein Jahr, das vielversprechend klingt: Die Wolfsflechte ist
Flechte des Jahres, Internationales Jahr der Kartoffel und zum ersten Mal fallen TAG DER ARBEIT und CHRISTI HIMMELFAHRT auf einen Tag
(Hoffentlich nicht auf den 24.12.!) und ich moderiere im Neuen
Theater Höchst 42 Vorstellungen in 28 Tagen. Toll!
Im August bekomme ich dann den Thüringer Kleinkunstpreis und wenn alles
klappt auch im September eine neue Tüv-Plakette für mein Auto.
Und ab August freue ich mich dann schon auf 2009, denn da können wir
alle am 7. Juli eine penumbral-partielle Mondfinsternis erleben.
Hoffentlich tut´s nicht allzu sehr weh!
(Foto: Christoph-Sieber.de)
“Er spricht aus, was viele denken, aber nicht zu sagen wagen. Rating präsentierte sich bei der Premiere erstaunlich sicher. Kaum ein Versprecher, sondern eine zielgenau abgefeuerte Ladung geballter Gnadenlosigkeit, das Publikum dankte es ihm mit donnerndem Applaus.” – Rheinische Post
“Polemisch, ätzend, böse fielen seine Analysen aus. Ein fulminantes satirisches Feuerwerk. Wer da nicht aufpasste, fühlt sich irgendwann geradezu erschossen von den prasselnden Pointen. Andere Kabarettisten hätten für diese rasant präsentierte Fülle gut das Doppelte an Zeit gebraucht.
Das Diffizile bei Arnulf Rating und damit sein großes Verdienst ist es, dass er es keinem leicht macht im Publikum. Außer vielleicht jenen, die die wüstesten Attacken am heftigsten umjubeln und gar nicht merken, wie sie auf den kabarettistischen Leim kriechen.” – Kieler Nachrichten
Arnulf Rating, geboren am 10. Oktober 1951 in Mülheim an der Ruhr, wuchs in Wuppertal auf und studierte in Münster und Berlin. In Berlin gründete er 1977 zusammen mit Günter Thews Die 3 Tornados, denen er bis zur Auflösung 1990 angehörte.
1990 trat Rating zusammen mit Matthias Beltz, Achim Konejung, Heinrich Pachl und Horst Schroth im Reichspolterabend auf. Zusammen mit Pachl brachte er 1992 das Programm Wo andere beten heraus. Seit 1993 tritt Arnulf Rating mit Soloprogrammen auf.
Auch wenn er sich gelegentlich für einzelne Nummern verkleidet, ist seine Bühnenpräsenz normalerweise geprägt durch den Auftritt im Anzug mit Aktenkoffer. Dem Koffer entnimmt er während des Programms einen Stapel Zeitungen, meistens die Bild-Zeitung, und kommentiert anhand von besonders markanten Schlagzeilen das aktuelle Zeitgeschehen.
Arnulf Rating erhielt die wichtigsten deutschen Kabarettpreise und ist regelmäßig in vielen Kabarettsendungen im Deutschen Fernsehen zu sehen.
(Foto: Udo Hesse)
(Markenzeichen: Rotes Cordhemd) liest und singt regelmäßig in Soloprogrammen und bei “Der Frühschoppen” und “Mittwochsfazit” in Berlin. Stammt ursprünglich aus Evershorst, bei Diepholz, lebt aber seit 1987 in Berlin und läßt sich vom Wedding und Kreuzberg zu wunderbaren Texten und Liedern inspirieren. “Er schreibt am liebsten Texte” sagt er von sich selbst. Einem Genre ist er kaum zuzuordnen. Man muss ihn auf der Bühne erleben… (Horst-Evers.de)
Horst Evers studierte Germanistik und Publizistik an der Freien Universität Berlin.
Während des Studiums schrieb er seine erste Texte, die er anfangs in der von ihm mitbegründeten Zeitschrift Salbader. veröffentlichte und später selber öffentlich vortrug. Er versteht es, kleine, absurde Begebenheiten und Beobachtungen aus dem Alltag geschickt zu pointieren und zu humorvollen Anekdoten oder Liedtexten zu verarbeiten.
Horst Evers bezeichnet sich selbst als Geschichtenerzähler, eine Tätigkeit, die er zwischen Kabarett und Comedy ansiedelt.
Für seine Geschichten wurde Horst Evers vielfach ausgezeichnet. So gewann er 2000 in der Münchener Reithalle den begehrten Paulaner Kabarett Preis, 2001 den Salzburger Stier sowie den Prix Pantheon und 2002 den 2. südwestdeutschen Kleinkunstpreis, die Tuttlinger Krähe. Zusammen mit dem Mittwochsfazit bekam er 2002 den Deutschen Kabarettpreises vom Nürnberger Burgtheater verliehen.
Angeregt durch die Verwaltungsreform von 2001 hat Horst Evers zu bekannten Melodien einen Liederzyklus über die Berliner Bezirke erstellt, welche er zusammen mit Benedikt Eichhorn besingt. Die Originaltexte der verwendeten Melodien haben meist einen inhaltlichen Bezug zur Beschreibung des jeweiligen Bezirks oder stehen in krassem Gegensatz dazu. So wurde z. B. für das Lied auf Spandau, einen Bezirk am Westrand Berlins, die Melodie von Petula Clarks Downtown ausgesucht.
(Foto: Pressefoto)

“Dem sollte man beide Ohren leihen…Man spürt einen Muff, als säße man bei Nachbars im teigigen Sofa, wo die Blähungen von 100 Jahren Vorurteil, Chauvinismus und Eheelend hängengeblieben sind.” – Süddeutsche Zeitung
“Miller schreckt vor nichts zurück, trifft präzise ins Nervenzentrum und spielt sich so voran auf dem Weg zum Kabarettisten-Olymp.” – Frankfurter Rundschau
Rolf Miller ist am 21. April 1967 in Walldürn geboren und studierte nach dem Abitur Verwaltungsrecht. Nach diversen Beschäftigungen kam 1994 der Durchbruch, durch die beiden Auszeichnungen Scharfrichterbeil und Kleinkunstpreis Baden-Württemberg. Ähnlich wie der schwäbische Kabarettist Uli Keuler tritt Rolf Miller stets allein und ohne Requisiten auf. Millers Vorbild ist Gerhard Polt, wobei ihn vor allem dessen Überspitzung des Kleinbürgermilieus reizt. Er betont jedoch, dass er sich hüte, Polt zu imitieren. Sein Programm lässt sich durch Zitate von Karl Kraus „Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken”œ oder von Ottfried Fischer „Er weiß nicht was er sagt, aber er meint es so”œ beschreiben. Seine absurden Geschichten enden mitten im Satz, wobei Miller gleich noch einen drauflegt und die Gedankenlosigkeit weiterspinnt.
(Foto: Pressefoto)

Dr. Eckart von Hirschhausen studierte Medizin und promovierte magna cum laude. Er arbeitete als Arzt in der Neurologie, bildete sich zum Wissenschaftsjournalisten weiter und moderierte 5 Jahre eine Medizinsendung im hr-Fernsehen. Ob Trainer, Moderator, Kabarettist, seine größte Begabung: Menschliches und Medizinisches mit Humor zu verbinden. Kompetent, improvisationsstark und auf den Punkt. Intelligenter Witz mit nachhaltigen Botschaften. Hirschhausen findet im Lachen die Tiefe und bei allem Stress schenkt er uns den Blick für das Komische, denn: Lachen ist die beste Medizin. Humor beginnt da, wo der Spaß aufhört. Dr. Eckart von Hirschhausen ist heute in allen Medien regelmäßig präsent: Zu sehen in der ARD bei „W wie Wissen”œ, bei „Focus TV Gesundheit”œ, in Kabarettsendungen und Talkshows, zu hören auf WDR 2 und zu lesen im STERN „gesund leben”œ. Seine Spezialität: Moderationen und humorvolle Auftritte für spezielle Anlässe, zum Beispiel für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten 2005.
Wissenschaftsjournalismus:
Bühne:
TV-Auftritte / Hörfunk
Training:
Redner:
40 Jahre Heinrich Heine Universität Düsseldorf
40 Jahre Stiftung Warentest
50 Jahre Konrad-Adenauer Stiftung
Telekom: best brains award 2006
Grimme Institut: Grimme Online Award 2004 und 2005
Auszeichnungen:
Soziales Engagement:
(Foto: Markus Hauschild)

Denken lohnt sich:
Es sieht düster aus im Land der Dichter und Denker. Im Bundestag entscheiden
Industriekaufleute und Müllermeister über Atomausstieg und Gentechnik.
Viele Topmanager haben so wenig Ahnung von Mathe, dass sie nur schlampig
ihre eigenen Bilanzen fälschen können. Und aus Angst vor den Mullahs fordert
der kleine Mann: „Nieder mit den arabischen Zahlen!”œ
Nach seinem Erfolgsprogramm „Urknaller – Physik ist sexy!”œ behauptet der
Diplom-Physiker Vince Ebert dieses Mal: Denken lohnt sich. Eine gewagte
These. Denn für die wirklich wichtigen Dinge im Leben wie Schlafen, Essen
und Sex reicht ja bekanntlich das Rückenmark. Aber irgendwas muss sich die
Evolution bei unserem übergroßen Hirn doch gedacht haben? Wir haben keine
Giftdrüsen, Reißzähne oder abnehmbaren Begattungsorgane. Das einzige was
wir richtig gut können ist – Denken.
Umso erstaunlicher, warum es viele so selten tun…
In „Denken lohnt sich”œ räumt Vince Ebert auf mit populären Halbwahrheiten
und oberflächlichem Zweidrittel-Wissen. Ob Treibhauseffekt, Mondphasen oder
der Einfluss relativistischer Effekte in Fernbeziehungen – Vince Ebert gibt fundierte
Antworten, aber verschweigt auch nicht die Grenzen wissenschaftlicher
Erkenntnis: Eine Gleichung mit drei Unbekannten ist nicht lösbar, eine Begegnung
mit drei Unbekannten kann jedoch durchaus schöne Ergebnisse erzielen.
Erfahren Sie, ob es einen statistischen Zusammenhang zwischen Scheidungsund
Mülltrennungsraten gibt, was die Heisenbergsche Unschärferelation mit
der Großen Koalition zu tun hat und ob Hamster in einem Mikrowellenherd ein
erhöhtes Krebsrisiko besitzen.
Wissen geht jeden an. Und Denken erst recht. Denn damit haben wir immerhin
das Rad, das Penicillin und schließlich den Klingelton erfunden.
Kurz gesagt: Ohne die Errungenschaften der modernen Wissenschaft könnte
nur jeder Zweite von Ihnen dieses Programm überhaupt sehen. Weil die andere
Hälfte nicht mehr am Leben wäre! Und das wäre doch jammerschade, oder?
Denken Sie selbst, sonst tun es andere für Sie.
Schule, Ausbildung, Beruf
Kabarett und Moderation
Veröffentlichung CD „Die jetzt aber wirklich richtig große Show”œ
Preisträger Bayerischer Kabarettpreis „Der Goldene Spaten”œ, Sparte „Senkrechtstarter”œ
(Foto: Vince-Ebert.de // Frank Eidel)
Steimle studierte an der Theaterhochschule Leipzig und wurde 1989 Mitglied des Dresdner Kabaretts Herkuleskeule. Bis 1994 war er Mitglied des Staatsschauspiels Dresden.
Uwe Steimle ist als Kabarettist sächsischer Mundart bekannt. So schuf er mit dem Leipziger Tom Pauls die Figuren Günther Zieschong (nach realem, bzw. nominellem Vorbild) und Ilse Bähnert. Steimle und Pauls traten mit diesen Figuren im Programm „Ostalgie”œ auf, das für regionale Programme des MDR produziert wurde. Später beschlossen beide Künstler, getrennte Wege zu gehen. So entstand Steimles erstes Soloprojekt „Günther allein Zuhaus”œ, in dem er Zieschong allein auftreten ließ. Nach „Uns fracht ja keener”œ ließ Steimle in seinem Programm „Mich fracht ja Eener”œ die Figuren Zieschong und Bähnert mit neuen Texten nochmals lebendig werden.
Neben diesen Figuren wurde Steimle auch als glänzender Stimmenimitator Erich Honeckers bekannt. Steimle versuchte in den letzten Jahren, diese oft von Publikum und Presse geforderten Gesten und Sätze einzuschränken, um nicht gänzlich auf den Honecker-Imitator reduziert zu werden. Steimles „Honni”œ ist jedoch nach wie vor obligatorische Zugabe bei seinen Auftritten.
Ab 1993 trat er als Hauptkommissar Jens Hinrichs in der Fernsehserie Polizeiruf 110 auf, und wurde dort von verschiedenen Assistenten unterstützt: Zunächst Kurt Böwe als Kurt Groth, gefolgt von Jürgen Schmidt als Holm Diekmann, dann Henry Hübchen als Tobias Törner und schließlich Felix Eitner als Markus Tellheim. Dass die Besetzung der Assistentenstelle so häufig wechselte, lag nach Aussage Hübchens daran, dass „gegen Uwe Steimle schauspielerisch nur schwer anzukommen”œ sei. Anzumerken ist an dieser Stelle allerdings, dass sowohl Böwe als auch Schmidt wegen Krankheiten, die in beiden Fällen tödlich endeten, den Polizeiruf verließen.
2004 war Steimle in Edgar Reitz’ „Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende”œ in der Rolle des Gunnar Brehme zu sehen.
(Foto: Wikipedia)

Dieser Typ ist einfach umwerfend: Blitzschnell verwandelt er sich vom senegalesischen Lederwarenverkäufer zum Randgruppen-Jugendlichen, vom Oberbayern zum Rheinländer. Bei so viel Begabung musste aus dem Berliner Streifenpolizisten Topal einfach ein Kabarettist und Comedian werden.Wegen seiner steilen Karriere auf den Kleinkunstbühnen und in den Comedy-Shows des Fernsehens ist er einstweilen vom Polizeidienst in Berlin beurlaubt. Als er im Februar in Scherzheim zum ersten Mal auftrat, schloss ihn die Hoftheater-Familie gleich in ihr Herz.
In seinem Programm „Getürkte Fälle – ein Cop packt aus”œ berichtet er uns von seinem Leben und seiner erlebnisreichen Arbeit als Polizist in den sozialen Brennpunkten Berlins mit all ihren Kuriositäten. Mit enormer körperlicher Präsenz und sprachlicher Wandlungsfähigkeit schlüpft er in zahlreiche Typen und Figuren, wie sie ihm tagtäglich vor Ort begegnen und erzählt so Geschichten, die tatsächlich das Leben schrieb.
Egal ob Murat Topal als Möchtegern-Hip-Hopper ein straßentaugliches und glaubwürdiges Gangsterimage sucht, als türkischer Gemüsehändler Üsküdar eigenwillige Geschäfte tätigt, sich als sadistischer Ausbilder oder Ur-Berliner mit passender Schnauze präsentiert: er findet treffsicher die Komik dieser Typen und bringt sein Publikum zum Lachen ohne die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben. Eigentlich ein Glücksfall, dieser Murat Topal, denn seine Biografie gibt ihm auch die Kompetenz, zwischen den Sprachen und Kulturen zu vermitteln. Durch seine Augen betrachtet können wir uns in einem anderen Licht sehen und dazulernen. Wenn Integration so läuft, ist sie schon fast ein Modellfall. Auch für Murat. Sein persönlicher Glücksfall heißt Amelie und ischt ein Schwabemädle aus Heilbronn!
Die von Murat präsentierte Mischung aus pointiertem Witz und liebevollem Blick auf all die absonderlichen Typen der Gattung Mensch, macht sein Programm zu etwas ganz Besonderem.
von Hoftheater Scherzheim
(Foto: MuratTopal.de)
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