
Bodo Wartke ist ein Tausendsassa. Das Publikum schätzt den am 21. Mai 1977 in Hamburg geborenen Wahl-Berliner als Geschichten erzählenden Chansonnier und virtuosen Pianisten ebenso wie als charmanten ConfĂ©rencier.
Der wandlungsfähige Kabarettist gab 19-jährig, am 16. November 1996, sein erstes abendfüllendes Konzert in seiner damaligen Schule. Seitdem gastiert er mit seinen drei Programmen „Ich denke, also sing’ ich“ (1998), „Achillesverse“ (2003) und „Noah war ein Archetyp“ (2006) sowie seinem Solo-Theater „König Ödipus“ (2009) mehr als 120-mal pro Jahr auf den Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum.
Er erhielt neben zahlreichen anderen Auszeichnungen die namhafte “St. Ingberter Pfanne” samt Publikumspreis, den Thüringer Kleinkunstpreis, den 1. Preis beim “Bundeswettbewerb Gesang” und nicht zuletzt den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte “Chanson” im Jahre 2004.
Bodo Wartke studierte zunächst Physik, wechselte dann von 2000 bis 2005 auf Klavier und Gesang an der Universität der Künste in Berlin. Er wirkte bereits 1998 als ConfĂ©rencier in einer VarietĂ©show mit. Im gleichen Jahr war er Komponist und musikalischer Leiter bei einer Hamburger Inszenierung von “Unter dem Milchwald” (Dylan Thomas) unter der Regie von Sven Schütze, mit dem er seit Anbeginn zusammenarbeitet. Er verfasste 2002 ein neues deutsches Libretto für “Orpheus in der Unterwelt” (J. Offenbach), dessen Erstaufführung 2003 in Norderstedt folgte.
Seit 2006 moderiert er das jährlich stattfindende Open-Air-Konzert “Songs an einem Sommerabend”, das vom Bayerischen Rundfunk im Radio und im TV übertragen wird.
Klavierkabarett in Reimkultur - so bezeichnet der 32-jährige seine Kunst der Unterhaltung: schmissige Lieder mit exzellent gereimten Texten voller Wortwitz, zu denen er sich selbst souverän am Klavier begleitet. „Gleichzeitig und nicht nacheinander“, wie er nicht müde wird zu betonen, denn „andererseits würde es ja doppelt so lange dauern.“
Neben seinen drei Klavierkabarettprogrammen steht Bodo Wartke seit Mai 2009 in seinem Solo-Theater als König Ödipus auf der Bühne. In seiner exzellent gereimten Neudichtung frei nach Sophokles verkörpert Bodo Wartke mithilfe weniger Requisiten und durch rasante Rollenwechsel alle 14 handelnden Personen.
Zu den aktuellen Veröffentlichungen des Künstlers zählen „König Ödipus – Das Buch“ (Oktober 2009); eine CD-Neuaufnahme des Programmklassikers “Ich denke also sing’ ich - 2009“ mit Spezialgästen (November 2009) und die im April 2010 erscheinende DVD zum Solo-Theater „König Ödipus“ mit einer Aufzeichnung aus dem Schmidt-Theater / Hamburg.
Bodo Wartke lebt nach wie vor in Berlin – sofern er nicht gerade im Zug sitzt und zu seinem nächsten Auftritt fährt.
(C) Reimkultur Musikverlag / Bodo Wartke

Sie sind es wirklich – wirklich Brüder. Und das seit fast 27 Jahren. Fünf Jahre davon spielen die wirklichen Brüder Sebastian und Tobias Hengstmann gemeinsam professionelles Kabarett und haben seit 2003 fünf Programme mit eigenen Texten und großer musikalischer Vielfalt auf die Beine beziehungsweise auf die Bühne gestellt.
Als eine fast logische Konsequenz bringen die beiden jetzt ein “Best of“ auf die Bühne. Unter dem Nahe liegenden Titel „Wirklich Brüder“ haben sie ein Reprisenprogramm zusammengestellt, das in einem Zeitraffer ihre bisherige künstlerische Tätigkeit widerspiegelt. In diesem Programm sind die schönsten Szenen aus den fünf Programmen von „Bruder schafft“ bis hin zum aktuellen Programm „Geht nicht, gibt’s“ zu erleben.
Natürlich haben diese Texte keine langen Bärte und sind auf den neuesten politisch-satirischen Stand gebracht. Die Regie hat, wie bei allen bisherigen Programmen, Kabarettistenvater Frank Hengstmann.

Im Mai 1925 wird Hanns Dieter Hüsch in Moers geboren.
Seine Heimat, der Niederrhein, wird ihn zeitlebens nicht loslassen, in seinen Programmen immer wieder auftauchen. “Alles was ich bin”, bekannte er stets, “ist niederrheinisch”.
Nach dem Abitur studiert Hanns Dieter Hüsch in Gießen Medizin, bricht das Studium jedoch schon bald wieder ab. Auch das folgende Studium der Theaterwissenschaft und Literaturwissenschaft in Mainz bleibt ohne Abschluss. “Ich habe an der Uni keine Seminare besucht, aber ich habe meine Texte geschrieben”, sagt er.
Seit 1947 tritt er mit dem Mainzer Studentenkabarett “Die Tol(l)eranten” an verschiedenen Universitäten auf. Im selben Jahr sieht er im Düsseldorfer Kommödchen Lore Lorentz auf der Bühne - ein entscheidendes Erlebnis.
Hanns Dieter Hüsch weiß nun, dass es einen Beruf für ihn gibt: Kabarettist. Als sich die “Tol(l)eranten” 1949 auflösen, versucht er sich erstmals mit einem Solo-Programm “Das literarische Klavier”. 1953 tritt er mit viel Erfolg mit dem “kritischen Oratorium für Soli, Chor und Reißnagelklavier” in Rudolf Jürgen Bartschs Zimmertheater auf.
1956 gründet Hanns Dieter Hüsch in einem Mainzer Keller die “arche nova”. 1962 verlässt Hüsch die “arche” und arbeitet wieder solistisch. “Ich wusste inzwischen”, sagt er, “Kabarett ist mein Leben, das wirst Du bis zum Ende Deines Lebens machen.”
Nach anfänglichen Existenznöten wird Hanns Dieter Hüsch schon bald zu einem der wichtigsten und produktivsten Vertreter des literarischen Kabaretts in Deutschland. Mit sprachlichem Witz entlarvt er Kleinbürger- und Spießertum und findet sein Publikum.
Während der studentenbewegten 68er Zeit bringen ihm seine Kleinbürger -dramen prompt den Vorwurf ein, seine poetische Kraft einem “bourgeoisen Verniedlichungstrend” (Klaus Budzinski, 1966) zu opfern. Beim Folklore-Festival auf der Burg Waldeck wird er 1968 als “Kitschgemüt mit Goldbrokat” von der Bühne gebuht. Auch in den folgenden Monaten werden Hüschs Auftritte schon nach wenigen Minuten von Trillerpfeifen und Krakeelern gestört.
“Damals”, erinnert sich Hanns Dieter Hüsch, “ist einer der wenigen Momente in meinem Leben gewesen, wo ich verbittert war. Das ist einfach so, wenn einem die eigenen Genossen mehr oder weniger vorwerfen, man wäre nicht genug Genosse.”
Er zieht die Konsequenz, tritt vorübergehend nur noch in der Schweiz auf und tingelt mit den Kameras des ZDF in der Rolle des Reiseleiters durch die Welt. Und er synchronisiert jahrelang in den Münchner Studios die Väter der Klamotte: “Laurel und Hardy”.
Ebenfalls in die 70er Jahre fällt die Erfindung der Alter-Ego-Figur “Hagenbuch”, jenes nörgelnden Pedanten und spießigen Angebers, der zu einem Marken- zeichen Hüschs wird. Daneben arbeitet er weiter als Schauspieler mit einem Hang zu skurrilen Rollen. Auch hier begegnet er Spießbürgerlichkeit und Pedanterie, indem er sie karikiert. Vor allem die Rolle des Familienvaters in der ARD-Serie “Goldener Sonntag” (1976-78) macht ihn bei einem breiten Publikum bekannt.
In den folgenden Jahren wird Hanns Dieter Hüsch mit Programmen wie “Das neue Programm” (1980), “Und sie bewegt sich doch” (1985) oder “Am Niederrhein” (1986), die sich abseits des tagespolitischen Kommentar -Kabaretts bewegen, über eine eingefleischte Fangemeinde hinaus populär.
1988, nach dem Tod seiner Frau Marianne, die als “Frieda” in unzähligen seiner Stücke auftauchte, verlässt er nach Jahren seine Wahlheimat Mainz und zieht nach Köln. “Ich wollte nicht nach Moers, in meine Kinderstadt”, sagt er, “weil ich dachte, Du fängst dann Deinen Lebensabend an.” Statt dessen tourt er Anfang 1989 mit dem Jubiläumsprogramm “40 Jahre unterwegs” durch die Lande und heiratet 1991 noch einmal.
Es folgen weitere Programme wie “Ein neues Kapitel”(1994) und zuletzt “Sach ma nix”(1998).
Seit 1999 Jahr hat sich Hanns Dieter Hüschs Denken verändert. Damals wurde bei ihm Lungenkrebs festgestellt.
Nach den letzten Untersuchungen hat er den Krebs besiegt, aber “..ich fange jetzt sehr stark an zu zählen, öfters”, sagt er.
Ende 2000 war Schluss mit Tournee.
Zum 75. Geburtstag erscheint die Doppel-CD: “Gesellschaftsabend” Der erste Teil einer Werkschau.
2001 die letzten Auftritte.
2005, zum 80. Geburtstag erscheint die Doppel-CD: “Gesellschaftsabend 2″, der zweite Teil einer Werkschau.
2005 Hanns Dieter Hüsch -der Altmeister des literarischen Kabaretts in Deutschland- starb in der Nacht des 05.12.2005 im Alter von 80 Jahren.
(Foto: Wikipedia // Biographie: ContraerMusik.de)

„Pointen wie Raketen”
Main-Echo
„Unterhaltung auf höchstem Niveau”
Kulturjournal Regensburg
„…intelligent, hochaktuell und politisch. „Fragil” ist ein Programm, mit dem Asül locker in der obersten Liga mitspielt.”
Nürnberger Nachrichten
„Prädikat unbedingt sehenswert!”
Bayerwald-Echo
Geboren wird er an einem schönen Mittwoch im Frühjahr 1972 in Niederbayern.
Bezeichnenderweise wird das Krankenhaus relativ bald nach seiner Geburt geschlossen. Seine ersten vier Lebensjahre wohnt er gegenüber vom Friedhof, worauf sein fröhliches Gemüt zurückzuführen ist.
Von klein auf verinnerlicht er das Niederbayerntum mit seiner ganzen Denk- und Handlungsweise. Dank fürsorglicher Eltern, Nachbarn und fester sozialer Strukturen erlebt er das, was man eine glückliche Kindheit nennt. Das ist auch die Grundlage dafür, daß er es sich bis heute nicht vorstellen kann, aus diesem kleinen Ort wegzuziehen.
Die Grundschule meistert er mit Leichtigkeit. Der erste Bruch kommt mit dem Wechsel ans Gymnasium in der Kreisstadt. Die Anonymität einer großen Schule drückt ihn schon auf´s Gemüt, zumal er sich erstmals im Leben anstrengen muß, um vernünftige Zensuren heimzubringen.
In der Freizeit ist er im örtlichen Fußballverein gut aufgehoben, bis er aufgrund von kleineren Verletzungen und des damit verbundenen Leistungsabfalls die Lust verliert und beim Tennis landet. Nach stundenlangen autodidaktischen Einheiten an der Ballwand erreicht er in den Folgejahren beachtliche Ergebnisse. Die Gymnasialzeit übersteht er problemlos und ohne Euphorie.
Nebenbei jobbt er in einem Sportgeschäft, wo er vorwiegend Tennisschläger bespannt.
Mit 16 arbeitet er in den Ferien in einer metallverarbeitenden Fabrik, was zu der Erkenntnis führt: Arbeit ist auch nicht das wahre. Das Abitur wird durchschnittlich absolviert. Von gesundem Pragmatismus geleitet beginnt er eine Banklehre und kommt langsam, aber sicher in die Bredouille: Die Ausbildung ist gut, doch er merkt, daß er nicht über Jahre hinweg jeden Tag die beste Zeit der Woche an einem Ort festhängen will. Sein ehemaliger Lehrer (Leistungskurs Wirtschaft) sagt ihm bei einem zufälligen Treffen: “Ich weiß zwar nicht was, aber du wirst noch ganz was anderes machen!” In jenem Moment ist er sich nicht der Bedeutung dieser Worte bewußt. Als sich die Azubi-Phase dem Ende nähert, kommen zu den Motivationsproblemen auch psychosomatische Störungen hinzu. Der Magen streikt, die Haut schlägt aus, nichts ist, wie es sein soll. Zu dieser Zeit macht er mehr oder weniger frustriert einen Kurztrip nach Berlin, wo er zufällig in einem Kabarett-Theater Matthias Beltz sieht. Dieser Abend wird zum Schlüsselerlebnis. Gut ein Jahr später unternimmt er erste Live-Versuche ohne jedwede fachliche Unterstützung. Im Herbst´96 wagt er sich nach München, wo sich einzig das Fraunhofer-Theater für ihn interessiert. In den Folgewochen sorgt er für Aufsehen bei Kabarett-Nachwuchswettbewerben. Einige Kleinkunstbühnen engagieren ihn. Das Frühjahr´97 ist von positiven Entwicklungen gekennzeichnet.
In dieser Zeit kommt er zufällig mit Sol de Sully zusammen, der als DER Kabarett-Manager bekannt und bewährt ist. Auf Anhieb stimmt die Chemie, und eine bis heute anhaltende, nicht nur arbeitsbezogene Verbindung zur Familie de Sully entsteht.
Harald Schmidt und Rudi Carrell werden aufmerksam auf den mittlerweile gut betreuten Newcomer, während er in München binnen kürzester Zeit zum Geheimtip wird. In der Folgezeit landet er einen Volltreffer nach dem anderen und zwangsläufig in Sendungen wie “Quatsch Comedy Club”(PRO7), “Harald-Schmidt-Show” (SAT1) und immer häufiger bei Rudi Carrells “7Tage 7Köpfe”.
Und weil TV und Tournee noch nicht genug sind, begibt er sich auch noch ins Internet…
(Foto: Django-Asuel.de)
Wenn bei einer Unternehmensveranstaltung oder einem Kongress statt monotonem Schweigen schallendes Gelächter aus dem Veranstaltungssaal zu hören ist, dann ist wahrscheinlich Business Kabarettist Dr. Jens Wegmann am Werk. Zunächst hielten ihn die Zuschauer für einen „echten“ Referenten und verharrten dementsprechend in angemessenem Halbschlaf. Nach einer kurzen Phase der Irritation und der beherzten Feststellung: “Der kann doch nicht echt sein!“ folgen sie ihm nun in die Welt der Kundenorientierung aus der Sicht eines Kabarettisten. Sie erliegen seinem forschen Charme und seinem breit gestreuten Humor, den er getreu dem Motto: „Für jeden muss etwas dabei sein.“ von intelligent hintergründig bis holzhammerplatt variiert. Während der kulturinteressierte Analytiker sich noch fragt, ob man ihn nun Kabarettist oder Comedian nennen soll, freut sich das Publikum über eine unerwartete, aber um so willkommenere Abwechslung im Tagesablauf.
Dr. Jens Wegmann wurde am 27. April 1967 in Köln geboren. Damals wusste er allerdings noch nicht, dass er einmal diesen Künstlernamen tragen würde, also muss es richtig heißen:
Dr. Jens Wegmann wurde am 27. April 1967 als Jan Ditgen in Köln geboren.
Kindheit und Jugend wurden durch die Tätigkeit als Klassenclown geprägt. Immer auf der Suche nach der Pointe (ohne zu wissen, dass diese so heißt), stets stand ihm der Sinn nach Blödsinn. Nach dem Abitur (1986) zog es ihn erstmals auf die Bühne: Er entdeckte die Zauberei. Zuerst als Hobby, später als eine dem Taxifahren und Kellnern überlegene Verdienstmöglichkeit im Studium. Seine Zauberei war dabei immer von Sprache begleitet und mit Witz garniert, was ihm früh erste Erfolge einbrachte: 1989 und 1990 gewann er gleich zweimal das goldene Kaninchen. Sein Studium der Betriebswirtschaft schloss er 2004 sensationell gut ab und gab sich zunächst den Verlockungen einer wissenschaftlichen Laufbahn hin. Er wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln. Die wissenschaftliche Laufbahn war allerdings von kurzer Dauer, da in seinem Kopf die künstlerischen Gedanken der Forschung einfach keinen Platz gönnen wollten. So fasste er allen Mut zusammen und konfrontierte seine Eltern mit der Entscheidung Zauberer sein zu wollen. Alle überlebten die anfängliche Aufregung und so ging es richtig los. In seinen Auftritten kombinierte Jan Ditgen seine Kunststücke mit den im Studium erworbenen Kenntnissen des Marketing und der Wirtschaftspsychologie und schuf so eine Show mit, die Unternehmen gerne für Ihre Mitarbeiter und Kunden buchten. (Zum Teil tut er dies noch heute, obwohl seine Tätigkeit als Kabarettist der Zauberei den Rang abgelaufen hat.)
1995-1997 folgte ein Abstecher zum Fernsehen: Als Comedian und Autor war er bei 26 Folgen der Pro 7 Comedy-Factory dabei. Allerdings ohne auch nur eine Spur prominent und reich zu werden. Schade. Selbst für den Einsatz als B- oder C-Prominenter bei Kochsendungen und Quizshows hat es nie gereicht. So wurde diese kurze und vergebliche Jagd nach Ruhm als Lebenserfahrung verbucht und er widmete sich wieder der Bühne.
2001 nahm Jan Ditgen erstmals als Zauberkünstler an Meisterschaften des magischen Zirkels von Deutschland Teil und gewann gleich in zwei Sparten die Qualifikationen zu den deutschen Meisterschaften. 2002 wurde er Deutscher Meister in den Sparten „Comedy-Zauberei“ und „Mentalmagie“, 2003 gewann er bei den Weltmeisterschaften der Zauberer in Den Haag eine Auszeichnung für „Erfindungen“ und wurde daraufhin im Jahr 2004 vom magischen Zirkel zum „Magier des Jahres 2003“ gekürt.
Für seine Laufbahn als Business Kabarettist viel der Startschuss im Jahr 2003. Auf unzähligen Business-Events, an denen er als Künstler oder Moderator tätig war, erlebte er Vortragende mit oft sensationell schlechter Performance. Er schuf die Figur des Experten „Dr. Jens Wegmann“. Dr. Wegmann ist Experte für das, was gerade gefragt ist: Bei einer Tagung für Banken kommt er vom Institut für Finanzprozessoptimierung, bei einer Krankenkasse ist er Gesundheitsprozessoptimierer und bei einem Industrieunternehmen entsendet ihn das international bekannte Institut für Produktionsprozessoptimierung. Und da es eigentlich immer etwas zu optimieren gilt, hält ihn das Publikum zunächst für echt. Wie lange dieser Zustand anhält, ist von der individuellen Intelligenz des einzelnen Zuschauers abhängig. Doch anderes als andere Vertreter der Zunft falscher Referenten legt er es nicht darauf an, das Publikum möglichst lange im Zustand der Ungewissheit zu halten, sondern möchte es früh zum Lachen zu verführen. Dazu betrachtet er das jeweilige Unternehmen, die Branche oder das Kongressthema mit den Augen eines Kabarettisten.
Inzwischen gleicht seine Referenzliste dem „Who is Who“ der deutschen Wirtschaft. Von A wie „American Express“ bis Z wie „Zeiss“ reicht die Liste der Kunden, die Kabarettist Dr. Jens Wegmann als Motivator und Hinterfrager für Ihre Veranstaltungen gebucht haben. Eine ausführliche Liste seiner Kunden finden Sie auf seiner Webseite.
Kabarettist: www.Kabarettist-Fuer-Unternehmen.de
Zauberer: www.Zauberer-Zauberkuenstler-Magier.de
(Foto: Pressefoto)

Wie leicht sich in der großen Halle das höfliche Klatschen des überaus amüsierwilligen Publikums sich in wahre Beifallsstürme verwandeln ließ, zeigte Spider. “Ist das jetzt Gesinnungsapplaus? Ist das jetzt Kabarett?” fragte er zurück. Er wolle doch nur seine Texte vorlesen, und ohne Unterbrechungen wäre das für alle schneller vorbei. Spider ist ziemlich jung, berlinert breit, trägt eine rausgewachsene Punk-Frisur und kann als Ostler am schönsten über den möglichen Wiederaufbau der Mauer spotten: Er würde sich schnell noch eine Westfreundin suchen, “eine hässliche, die sonst keiner will und die immer Kaffee mit rüberbringt und Illustrierte”, notfalls einen Mann, es sei ja bloß bis zur Rente. Spider hätte den größten Applaus des Abends eingeheimst, hätten die Organisatoren nicht zum Abschluss wieder einen bewährten politischen Kabarettisten gebucht, diesmal Matthias Deutschmann.
(Die Berliner Zeitung)
1971 - 1987: Ich werde geboren. Von meiner Mutter. In Berlin. In den folgenden sechzehn Jahren lerne ich Laufen, Sprechen, Lesen, Schreiben, Schulgarten Rechnen und Einführung in die Sozialistische Produktion. Die anderen Fächer sind nicht so gut.
1987 - 1990: Ich mache eine Lehre. Am Ende bekomme ich einen Facharbeiterbrief für BMSR-Technik. Am Anfang bekomme ich einen Spitznamen: Spider. Hey, das sind die Achtziger. Es ist cool, es ist Englisch und Andrease gibt es sowieso wie Quallen in der Ostsee. Ich habe den Spitznamen heute noch. Den Facharbeiterbrief kann ich gerade nirgends finden.
1990 - 1994: Es folgt mein faulstes Lebensjahr: Null-Stunden-Kurzarbeit. Ich bekomme Tausend Westmark dafür, zu Hause zu bleiben und nichts zu tun. Ich bin noch so jung und habe schon so viel erreicht. Aber ich mache mir selbst alles wieder kaputt und das Abitur auf der Volkshochschule.
1994: Ich beginne ein Studium der Physik und beende es nach zehn Wochen. Das ist Rekordzeit. Ich verwerfe den Plan von der eigenen Atombombe, und studiere lieber Geografie, weil ich denke, das hilft vielleicht beim Lösen von Kreuzworträtseln.
1996: Ich gründe mit anderen die Berliner Vorlesebühne “Supernova”, die später “Ein Keller Buntes” heißt und heute LSD - Liebe Statt Drogen. Ab jetzt bin ich Schriftsteller.
2000: Ich werde bei den Surfpoeten aufgenommen. Ein feierlicher Initiationsritus: ich muss um 20 Uhr hingehen und mitmachen. Seitdem etliche Auftritte überall in Deutschland, aber auch in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark. In Klubs, Theatern, Bars und Goethe-Instituten. Und natürlich immer wieder in Berlin: beim Sonntagsbrandl, beim Blauen Montag, den Maulhelden und beim Kantinenlesen, dem Blauen Mittwoch in Frankfurt.
2003: Jochen Falck und ich produzieren einen Tierfilm, der aber nicht aufgezeichnet und abgespielt wird, sondern live auf der Bühne von uns beiden dargestellt, so wie früher, vor den Erfindungen von Kino, TV und Video, als große Filme - denken Sie nur zum Beispiel an “Romeo und Julia” - jedes mal live auf der Bühne dargestellt werden mussten.
2004: Ein Text von mir erscheint unter der Rubrik “Betroffenenberichte” in der Zeitschrift “Verhaltenstherapie und psychosoziale Studien.” Grundstein für eine spätere Beklopptenrente?
2004/2005: Ich gewinne einen Poetry Slam in Regensburg und zwei in München. Drei völlig neue Erfahrungen.
2005: Am 2. Mai findet die erste Demonstration anlässlich des internationalen Kampf- und Feiertages der Arbeitslosen in Berlin statt. Ab jetzt jedes Jahr. Und nicht nur in Berlin. Bald redet niemand mehr vom 1. Mai. Macht alle mit!!!
2006: Der 1. Januar fällt auf einen Sonntag.
2007/08: Ich werde Nominiert für den Prix Pantheon, Die St. Ingberter Pfanne und den Hamburger Comedy-Pokal. Man muss sich das mal vorstellen: die besten der Besten der deutschsprachigen Kleinkunstszene und ich.
Er ließt derzeit aus seinem Buch „Im Arbeitslosenpark“ auf den Lesebühnen Deutschlands und ist insbesondere in Berlin ständig bei den Surfpoeten zu Gast.
(Foto: AndreasKrenzke.de)

Abwechslungsreichtum, der ohne optischen Schnickschnack allein auf bizarre Einfälle gründet: was schon das sprudelnde Wirken des Jugendlichen auszeichnete, findet sich heute abgerundet durch die gereifte Bühnenerscheinung eines Herrn, der nicht die Grenzen seines stimmlichen
und darstellerischen Spektrums vorführt, sondern Referenzstücke vernachlässigter Genres, des qualitätvollen deutschen Schlagers etwa oder der klug argumentierenden Haßballade. Was diese Gattung betrifft, scheint Krämer mit „Die Welt braucht keine Jongleure“ ein geradewegs hit-verdächtiger Treffer gelungen zu sein. Noch eine Spur besser als dieser Ohrwurm gefällt mir der Slogan, mit dem Krämer selbst sein Werk charakterisiert: „Wie die Stones, nur eben mit Musik.“
titanic, Juli 2006
Sebastian Krämer wurde am 23.12.1975 in Bad Oeynhausen geboren und ist seitdem (von wenigen Jahren des Erwerbs grundlegender Lebensfunktionen abgesehen) Sänger und Dichter.
Im lippischen Kalletal beheimatet, hatte er schon zu Schulzeiten Auftritte als Kabarettist und gewann Kleinkunst- und Kulturwettbewerbe (siehe Referenzen).
Mit seinen ersten abendfüllenden Kabarettprogrammen gastierte er in den Jahren 1992 bis 1995 regelmäßig im TheatercafĂ© Freiburg. Es folgten bis heute kontinuierlich Gastspiele auf zahlreichen Kleinkunstbühnen Deutschlands und der Schweiz.
Von 1993 bis 2000 war er Mitglied der von Christof Stählin geleiteten Friedberger Akademie für Poesie und Musik SAGO.
Seit 1996 lebt Sebastian Krämer in Berlin, wo er mittlerweile regelmäßig im Scheinbar-VarietĂ©, im Zebrano-Theater, im Grünen Salon der Volksbühne und auf diversen Lesebühnen zu sehen ist. Für die studentische Vereinigung “Stiftung Theater” und das Chapeau-Theater schrieb er außerdem Bühnenmusiken und führte Regie.
Auch in Rundfunk und TV konnte man ihn bisweilen erleben, zuletzt mit einem Gast-Auftritt in der Comedy-Reihe “Night-Wash” im WDR-Fernsehen.
Im Jahr 2001 gewann er überraschend den German International Poetry Slam in der Hamburger Markthalle und besucht seitdem auch die Bühnen der deutschen Perfomance-Poetry-Szene (München, Darmstadt, etc.) mit großem Erfolg.
Seinen eigenen Poetry-Slam im Berliner Scheinbar-VarietĂ© gründete er im November 2002 und moderiert ihn seitdem monatlich gemeinsam mit Marco Tschirpke.
Unter der Regie von Richard Rogler entstand im selben Jahr das Duo ”Ars Flokati” (Sebastian Krämer, Hagen Damwerth), das drei Wochen im Kölner Senftöpfchen gastierte.
In Herbst 2003 wurde er erneut deutschsprachiger Poetry-Slam-Champion und erhielt den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in der Sparte Chanson.
Neben seiner Bühnentätigkeit ist Sebastian Krämer freier Schriftsteller und Familenvater.
Im Herbst 2003 wurde er erneut deutschsprachiger Poetry-Slam-Champion und erhielt den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in der Sparte Chanson.
(Foto: SebastianKraemer.de)
Wo so viele Gedankenblitze leuchten, muss man wohl von einer Naturerscheinung sprechen: Auch in der abendfüllenden Version bleibt das Berliner Poesie-Torpedo am Piano, Marco Tschirpke, ein ganz eigener Wunderknabe. Im ausverkauften Burgtheater lieferte er - nach ausgezeichneter Einlage bei der Kabarettpreis-Gala - den hakenschlagenden Beweis. Da knickte der Prince Charming mit “Lapsuslieder” reihenweise Einfälle und Frauenherzen.
“Machste mal ein Lied über Fürth, wusst ich doch, dass es nichts wird”, singt er, teilt die Welt in das Gegensatzpaar Feminismus/Humanismus und heizt Klassenkampf an: “Wo ein Wille ist, ist ein Weg, wo zwei Villen sind, ist der Weg verbaut”.
Marco Tschirpke zielt rückwärts durch die Brust in den Kopf, geht die Kehrtwende hoch und hüpft lässig durch seine lyrischen Tretminen. Oder müsste es heissen: Tretmienen? Jedes Tastendonnern muss mit der Abbruchtaste rechnen. “Ha, verspielt!” höhnt er in die Kakophonie und zieht sich als One-Boy-Group anschliessend einen Süssholzschiefer rein: “Deine unverwüstliche Oasenhaftigkeit lässt in jedem Mann die Hoffnung keimen, er wäre ein Kamel.” Kitsch dem Kabarett? Auch da ist der Häksler längst auf dem Gedankensprung: “Der Vorwurf trifft mich nicht, weil ich mich ducke.”
Die Abendzeitung, Nürnberg, 25.02.2008
Marco Tschirpke (Jahrgang 1975, aufgewachsen in Brandenburg a. d. Havel) absolvierte nach einer Berufsausbildung im Emsland ein Studium der Fächer Musiktheorie und Klavier an der Folkwang-Hochschule Essen. Hier entstanden erste Liederzyklen: „vom großen andersrum“ (1999), “kinderlieder” (2000), “kempner-fragmente” (2001) sowie zahlreiche Miniaturen für Sopranstimme und Klavier.
Mit dem Umzug nach Berlin folgen 2002 die ersten Solo-Kurzauftritte auf den zahlreichen Kleinkunstbühnen der Stadt. Marco Tschirpke nähert sich, ausgehend vom durchkomponierten Kunstlied, immer mehr der knappen Form an. Dabei entwickelt er neben der Vertonung eigener Vier- und Zweizeiler eine Pointentechnik, die ihm einen sehr freien Umgang mit Reim-Schemata erlaubt und sein Spiel mit inhaltlichen Wendungen unterstützt.
Eine erste Solo-CD namens “aufstehentchen” mit 22 Lapsusliedern erscheint im Mai 2003, im Sommer des gleichen Jahres entsteht das erste Soloprogramm “LAPSUSLIEDER”.
2004 gewinnt Marco Tschirpke den “7. Bielefelder Kabarettpreis”,
Die Nachfolge-CD “Liebkindkosen” erscheint im Mai 2005. Sie enthält weitere 30 Lapsuslieder und wird im Rahmen erster Radiointerviews im Deutschlandradio Kultur und im Hessischen Rundfunk vorgestellt.
Ebenfalls 2005 gewinnt Marco Tschirpke den Solisten-Publikumspreis des “Stuttgarter Besen”/SWR.
2006 erscheint -erstmalig z.T. mit Gastmusikern- die CD “Lapsuslieder 3″ (bei FEEZ Entertainment Köln) und “Lapsuslieder 2″ als Neuauflage der CD “Liebkindkosen” (ebda.).
2007 erhält Marco Tschirpke den “Deutschen Kabarett-Preis”/Sonderpreis und den “CABINET-Preis” für ostdeutsche Künstler in der Kategorie Musik.
(Foto: Marco-Tschirpke.de)
Laut der Umfrage eines großen deutschen Nachrichtenmagazins gehört
er nicht zu den zehn erotischsten Männern Deutschlands – aber kann auch mit dem elften Platz gut leben. Wer so denkt dürfte nicht viele Probleme haben. Olaf Schubert hat auch nur eins – jedoch ein großes – die Welt an sich! Deshalb versucht er die Welt zu verändern, umzuformen.
„Meinetwegen kann sie rund bleiben …” sagt er, doch abgesehen davon herrscht Handlungsbedarf.
Und tatsächlich – die Welt ist schlecht – aber zu erleben, wie Olaf sich ihrer annimmt, macht sie schon ein ganzes Stück erträglicher. Das ist nicht wenig und nicht wenig hat Olaf uns zu sagen. Es wäre ihm ein Leichtes zwei Stunden Missstände anzuprangern, doch dazu fehlt ihm die Zeit. Er muss ja auch noch singen. Lieder über Sozialabbau, Erotik
und Stabhochsprung. Die Kraft seines Gesangs, potenziert durch die metaphysische Wirkung seines Rhombenpollunders, macht selbst Hartgesottene betroffen.
Wer also einen Abend erwartet mit bissig-kritischen und ironisch-sarkastischen Verbal-Hochseilakten voller Tiefsinn, gespickt mit einem gnadenlos rasanten Pointenmarathon bis zum völligen Lachmatt, dargeboten von einem listig Falltüren öffnenden Wortspielphilosophen,
ist bei Schubert genau falsch.
Er ist alles und nichts von dem, sowie in jedem Falle anders.
Da bleibt es sich gleich, wie Freund und Feind ihn nennen – Wunder im Pollunder, Vergewaltiger des Bösen, Verteiler des Richtigen, einsamer Mahner oder gar singende Gesichtsfünf aus Dresden. Fast alle die ihn gesehen und erlebt haben, sagen einfach: Danke Olaf!
Wäre Olaf Schubert ein Keks, könnte man sagen, er sei mürbe.
(Uta Mehl)
Olaf Schubert ist außerdem Schlagzeuger bei Dekadance und Die Rockys.
(Foto: Bernhard-Theater.ch)
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Eigentlich regt sich jeder über die Bahn auf. Proppenvollen Züge, ewige Verspätungen, der
nächste Streik. Sven Nagel allerdings hat seinen ganz persönlichen Ärger mit der Bahn. Er hat
den WC-Aufkleber, man solle das stille Örtchen doch so verlassen, wie man es selbst
vorfinden möchte, zu wörtlich genommen. Nachdem er schick tapeziert und Laminat verlegt
hat, muss er jetzt alles wieder rausreißen. Frustriert ist er dennoch nicht. Schließlich heißt sein
aktuelles Bühnensolo ja auch “Das Leben nicht persönlich nehmen”.
Der 37-Jährige ist schon seit 1992 in der Kleinkunstbranche umtriebig. Erst mit dem
Kabarettduo “Die Handwerker”, dann als Autor und Schauspieler diverser Fernseh-Formate
wie “Die Wochenshow” oder “Freitag Nacht News” und seit Anfang 2007 ist er regelmäßig in
der TV-Show “Kargar trifft den Nagel” zu sehen. Dennoch strahlt der Comedian live im
FritzClub einen derart unverbrauchten Lausbubencharme aus, dass man seinen skurrilen
Geschichten prompt mit Leib und Zwerchfell verfällt.
(Berliner Morgenpost)
(Foto: SvenNagel.de)
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